Pfadfinder - die gibt's noch?

Aus StammesWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorurteile

0 feuer.jpg

Pfadfinder sehen sich den verschiedensten Vorurteilen ausgesetzt:

Da gibt es zum Beispiel jene, die in den Pfadfindern auf Grund der Kluft oder Begriffen wie “Stammesführer” eine paramilitärische oder gar nationalistische Organisation sehen. Das ist absoluter Blödsinn. Ganz deutlich:Wie kann eine internationale Bewegung wie die Pfadfinder nationalistisch sein??! Es gibt Organisationen wie die verbotene Viking-Jugend, die sich dreist (dummdreist?) Pfadfindertraditionen bedienen und das als Kulisse für rechte Jugendverhetzung nehmen. Damit haben wir nichts zu tun! Unsere Kluft, bestehend aus Halstuch und Hemd, ist nichts weiter als ein Erkennungszeichen für andere Pfadfinder. Jeder kann es nach Belieben verändern, und fast jeder tut das auch. Den Begriff des Stammesführers (Vorsitzender eines Ortsverbandes, des Stammes) hat man trotz der Vorbelastung des Worts “Führer” im dritten Reich beibehalten, zum einen, weil es am Besten beschreibt, daß der Stammesführer Verantwortung für den ganzen Stamm übernehmen muß, zum anderen, weil “Stammesvorsitzender” in einem Jugendbund entsetzlich dämlich klingt.

Dann glauben immer noch viele, unser ganzer Lebensinhalt bestünde darin, alten Omas aufzulauern, um sie über die Straße zu bringen. Wir sind natürlich freundlich zu alten Leuten (und allen anderen), aber das wären wir auch, wenn wir nicht Pfadis wären. Es gibt auch keine Auszeichnungen für irgendwelche besonderen Leistungen (40km mit 20kg Gepäck durch die Nacht oder so...) mehr. Und hier noch ein spezieller Hinweis für Altpfadfinder, speziell jene, die vor 1970 Pfadis waren: Wir sind alles in allem deutlich lockerer geworden, was viele Dinge angeht.

Was machen wir denn eigentlich?

Zum einen gibt es die Gruppenstunden, in denen in den jeweiligen Altersgruppen Projekte, Spiele und Aktionen in Angriff genommen werden. Dann gibt es noch die Zeltlager, die je nach Art und Größe in unterschiedlichen Intervallen stattfinden und bei denen man sich mit Pfadfindern aus dem gesamten Bundesgebiet und der ganzen Welt trifft. Außerdem finden in unregelmäßigen Abständen Fahrten statt, auf denen zum Teil gewandert, zum Teil aber auch gelagert wird. Bei uns können alle mitmachen unabhängig von Nationalität oder Religion.

Fahrt und Lager, das Leben in der Natur, musisch-künstlerische, handwerklich-technische, spielerische und sportliche Betätigung, die Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Umwelt und die Begegnung mit ausländischen Kindern und Jugendlichen gehören dazu. Neue und alternative Erfahrungen werden möglich im Umgang mit anderen Menschen und in der Praxis einer einfachen Lebensführung. Sie führen hin zu Bekenntnis und Engagement des Erwachsenen in gesellschaftlichen und politischen Fragen.

Pfadfinderei repräsentiert keine politische oder parteipolitische Organisation. Sie ist frei und unabhängig. Selbstverständlich bringen sich Pfadfinder aber mit konstruktiven Vorschlägen und aktiven Beiträgen zum Wohl ihrer Stadt, ihrer Gesellschaft und ihres Landes dort ein, wo und wann immer sie es für nötig halten.

Weltweit gibt es nur noch drei Nationen, in denen Pfadfinderei verboten ist. Seit der Gründung der Pfadfinderbewegung im Jahr 1907 ist das Wachstum der Pfadfinderei nie zum Stillstand gekommen. Alle Pfadfindergruppen richten sich nach den Prinzipien und Methoden des Gründers der Bewegung Lord Robert Baden-Powell. Heute gibt es weit über 24 Millionen Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Die Pfadfinderbewegung hat ihre Mitgliederzahl in den letzten 20 Jahren verdoppelt.

0 Kochen.jpg

Pfadfinderei ist ein Versprechen.

Zu einem einfachen Lebensstil, bestimmt durch das Pfadindergesetz und manifestiert durch das Pfadfinderversprechen. Lernen durch Tun, Unternehmung mit anderen, Arbeit in Kleingruppen zur Herausbildung von Demokratiefähigkeit, gesunder Leiterfähigkeit, Gruppen- und Eigenverantwortung. Organisation von Programmen und innovativen Aktivitäten auf der Bedürfnisgrundlage junger Menschen. Hierin wird das Pfadfinderversprechen zum Ausdruck gebracht.

Persönliche Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge