Berichte

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Hier kann man einige Berichte über vergangene Aktionen unseres Stammes finden.

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Kanutour 2015

Sommerfahrt 2015 Die diesjährige Sommerfahrt führte drei Stämme aus NRW nach Mecklenburg-Vorpommern zur Uecker. Da sind zum einen die Nordlichter (Castrop-Rauxel), die mit vier Personen vertreten waren, der Stamm Erdenburg aus Bergisch Gladbach, die 14 Pfadfinder mitbrachten und wir: Der Stamm Jupiter aus Bonn, der mit acht Personen in die Kanus stieg. Am 31.Juli ging es für uns Jupiteraner abends los, nachdem wir uns mit belegten Brötchen gestärkt hatten, die Wuschels Mutter uns netterweise da gelassen hatte.

Wir stiegen in den Fernbus nach Berlin und in Köln stiegen die Erdenburger zu. In Berlin angekommen stieß dann noch der Stamm Nordlicht zu uns. Die darauffolgenden zehn Tage gehörten zu einer sehr schönen Fahrt, an die ich mich noch lange und gerne erinnern werde.

Etwas nördlich von Berlin, zwischen Brandenburg und Mecklenburg- Vorpommern liegt der Unteruckersee, an dem wir unsere fünftätige Kanutour begannen. Etwa 100 km lang an der Uecker entlang, bis diese in das Stettiner Haff, der Ostsee vor Usedom, fließt.

Am ersten Tag, an dem wir uns noch an unserer Ankunft die ersten 20 km der Strecke auf dem Unteruckersee ein bisschen an die neue Fortbewegungsart gewöhnen wollten, war (wie auch erstaunlicher Weise der Rest der Fahrt) wunderschönes Wetter, so dass wir motiviert in die Kanus einstiegen - und diese mit schmerzenden Armen wieder verließen. Wir fuhren erst über einen breiteren See, bis wir nach einigen Irrfahrten einen schmaleren Kanal erreichten. Dadurch, dass wir alle das Kanu fahren noch nicht wirklich oft gemacht hatten, waren die Boote dementsprechend unausgeglichen und wir fuhren oft in die Schilfufer rein, doch mit der Zeit kam das “Know-how”, wie man das doch so schön sagt.

Man fühlte sich wie ein Forscher oder ein Abenteurer auf dem Amazonas, vor allem, wenn wir mal wieder ins Schilf reinfuhren. Als unsere Kanutruppe dann den glitzernden weiten See vor sich sah, da fühlte sich niemand mehr wie ein Abenteurer oder dergleichen, sondern wollte einfach nur über diesen verdammten See zum Camp Solaris bei Prenzlau, wo wir die Nacht zelten wollten. Egal wie viel wir paddelten und das Wasser zur Seite schaufelten, wir kamen einfach nicht der großen Kirche am anderen Ende des Sees näher, in deren Nähe der Zeltplatz liegen sollte. Als wir dann doch den Platz erreichten und anlegten fühlten die Arme sich an wie Gummischläuche, die bitte nicht mehr bewegt, geschweige denn, beansprucht werden wollten. Zumindest nicht mehr an diesem Tag.

Morgens machte sich dann ein leichter Muskelkater breit, aber wir fuhren weiter und der Kanuverleiher setzte uns ein paar Kilometer weiter weg an einer gut geeigneten Stelle ab, wo wir unsere Fahrt fortsetzten. Diesmal komplett auf der Uecker. Nachdem einige Paddler noch hin und her getauscht wurden und wir im Schatten auf den Booten eine Essenspause eingelegt hatten, erreichten wir nach einiger Zeit immer noch nicht das gewünschte Ziel und Unfrieden machte sich breit, denn einige Boote kamen mal mehr oder weniger gut voran. Zum Glück war die Gitarre stets an Bord eines Kanus und so fuhren wir mit einem Lächeln weiter, als auf dem Fluss Pfadfinderlieder schallten.

Diese und die darauffolgende Nacht verbrachten wir an einer Wehr. Am Dienstag waren wir gerade dabei eine der vielen Schiffsrutschen zu durchfahren, da passiert, was alle vermeiden wollten: Der Versuch durch die Steine mit der Strömung zu fahren endete für ein Dreierboot im kühlen Wasser. Wir legten einen Stopp ein, um den Gekenterten zu helfen, doch jede Hilfe kam für zwei Brillen und ein Klufthemd zu spät. Sie verschwanden spurlos in den “Weiten” der Uecker.

Die Nacht verbrachten wir in Torgelow auf einem Kanu-Radrastplatz. Dort konnten wir eine Weile in die Stadt gehen und ich muss sagen: So ein Eis an heißen Tagen ist ja schon was feines, aber an Fahrten ist das dann einfach nur noch genial. Am Mittwoch legten wir dann ein letztes Mal ab, mit Kurs nordwärts nach Ueckermünde. Von dort fuhren wir auf das Meer raus, etwa 5km an der Küste entlang nach Bellin. Diesmal fühlte ich mich nicht wie ein Amazonasforscher, sondern eher wie ein Seemann, oder ein Pirat, wenn ich die Wellen unter dem Boot spürte und gegen das Schaukeln anpaddelte. Schließlich ließen wir uns alle in Kron Bellin, unserem letzten Campingplatz ins Gras fallen und waren einfach nur erschöpft.

Der nächste Tag wurde ruhig verbracht: Eis essend im Schatten, oder im Meer schwimmend, im Gras liegend oder sogar schlafend. Ein richtiger Faulenzertag, den wir uns aber auch alle verdient hatten. Die einzige Pflicht, die wir alle hatten, war, sich zu duschen. Man muss ja schließlich bedenken, dass hier Menschen neben uns wohnten und uns auch rochen. Aber so schlimm haben wir dann nun auch wieder nicht gestunken.

Freitags hatten wir im Gegensatz zu Donnerstag nicht frei, aber dafür auch nur eine Aufgabe: Die drei Pfadfindergruppen (zw. 10 und 16 Jahren alt) der drei Stämme mussten ein Abendessen vorbereiten. 25 € und bis 18 Uhr Zeit. Meine Gruppe gewann gegen die harte Konkurrenz (Nordlicht: Curryreis und zum Nachtisch Bananen-Schoko-Quark; Stamm Erdenburg mit Knoblauchbrot, Erdenburgern (Hamburger) und Orangen- Himbeerzuckerplörre) mit gefüllter Paprika (Schrumpfköpfe) und göttlichem Ambrosia (Fruchtspieße mit Joghurtschokoladensausse). Nach dieser Völlerei ging es am nächsten Tag zum Ukranenland mit dem Fahrrad. Am Ukranenland sind wir mit den Kanus schon vorbei gefahren. Es liegt ca. 25 km entfernt von Bellin und ist eine Art bewohntes Freilichtmuseum. Dort schmiedeten wir Messer, schnitzten Löffel, knüpften und banden Armbänder, sahen einem Sklavenmarkt zu und hatten sehr viel Spaß für einen Tag in diese Welt einzutauchen.

Am leider schon letzten Tag veranstalteten wir eine Lagerolympiade und es wurde der beste Nachwuchspirat gesucht. Ein gelungenes Abschlußessen wurde das Grillen im Anschluß und wir krochen wieder und ein letztes Mal müde und satt in unsere Schlafsäcke, die diesmal unter freiem Himmel lagen, da die Zelte schon abgebaut waren, schließlich brachen wir bereits um vier Uhr in der Dämmerung los. Wieder nach Hause, zurück in den Alltag und weg von einer wunderschönen Fahrt, auf der viel gelacht und wenig geweint wurde. Obwohl “geweint” wurde doch am Ende schon, aber das hing eher mit der Schule zusammen, die zwei Tage später wieder begann.

Schlaubi, 14, Sippe Neptun, Stamm Jupiter


Lettland-Estland 2014

Vom 5.7.-26.7.2014 fuhren etwa 100 Pfadfinder des BdP Landesverbandes NRW nach Lettland-Estland auf Landesfahrt. Ziel war es am 21.7. im estnischen Abschlusslager anzukommen und sich dort mit den anderen Fahrtengruppen auszutauschen. Wir starteten wie der Großteil der anderen auch in Bauska, im Süden Lettlands. Mein Name ist Schlaubi, ich bin 13 Jahre alt und ich bin ider Sippe Neptun.

Morgens früh um neun trafen sich die zehn Stammesmitglieder des Stamm Jupiter, die an der Landesfahrt teilnehmen wollten, an Gleis 1 am Bonner Hauptbahnhof. Die Gruppe ist bunt gemischt: Drei Jungpfadfinder im Alter von 9-10 Jahren, vier Pfadfinder zwischen 12 und 13 und drei Betreuer, die Rover, die alle schon 20 oder Mitte 20 sind. Nachdem sich alle (einige sogar unter Tränen) verabschiedet hatten, stiegen wir in den Zug und unsere Fahrt begann. Zumindest die Anreise und die sollte noch mindestens 30 Stunden andauern. Wir fuhren nämlich mit dem Bus von Dortmund nach Bauska. Etwas Langweiligeres kam auf der gesamten Fahrt nicht vor, abgesehen von der Rückfahrt, aber selbst die war lustiger als die Hinfahrt. Natürlich waren wir alle gespannt, auf das was uns in Lettland erwarten sollte und die Vorfreude steigerte sich mit jeder der dreißig Stunden. Wir durchquerten ganz Deutschland, fuhren quer durch Polen, vorbei an Litauen, bis wir endlich bei schönstem Sonnenschein den Bus verließen. Nachdem wir unsere Rucksäcke gesammelt und unsere Beine ausgestreckt hatten, legte sich ein Teil von uns in den Schatten, während der andere schonmal einkaufen ging. So ein Rucksack wiegt schon an die 10-15 Kilo, kommt dan auch noch das ganze Essen für ca. drei Tage hinzu, kann man dann noch etwa ein, zwei Kilo dazuaddieren.

Als wir dann endlich spätnachmittags loszogen und auf einer staubigen Strasse nach einem versteckten und gut geeigneten Lagerplatz Ausschau hielten, kam uns ein Lette auf einem Fahrrad entgegen. Er hielt neben uns und wir erklärten ihm, dass wir Pfadfinder sind, die auf der Suche nach einem Platz zum Schlafen seien. Er rief daraufhin irgendjemanden an und kurz nach dem Telefonat erklärte er uns, dass er seinen Kumpel angerufen hatte, dem der Nachbargrund gehörte: braches Land mit einer Scheune, einem zerfallenem Haus, einer Baustelle und einem Brunnen. Kurz: Perfekt zum Lagern. Der freundliche Kumpel des Letten hatte uns die Erlaubnis erteilt auf seinem Grund zu übernachten. Wenig später, als die Kohten standen und wir unser Abendessen kochten, kam ein Auto von der Straße zu uns, hielt und der Besitzer stieg aus. Er redete mit uns auf Deutsch, was er ziemlich gut konnte und zeigte uns seinen Landbesitz auf dem er ein Haus für seine Familie bauen wollte. Schließlich half er uns unseren Kochtopf zu reparieren und nachdem wir uns bei ihm 100x bedankt hatten, fuhr er wieder davon.

Die darauf folgende Woche war sehr heiß, es gab kaum Regen und wir wanderten auf staubigen Landstraßen. Jedesmal wenn ein LKW oder ein Bus vorbeifuhr, wirbelte derart viel Staub auf, dass man kurz nichts sehen konnte und alles voller Staub war. Selbst 100 m weiter war ein dicker Staubnebel.

Wir machten immer Mittags, wenn es am heißesten war an schönen Orten unsere Mittagspause, die dann ca. 2 Stunden ging. Oft spielten wir Spiele, einige schliefen, andere wiederum sangen oder faulenzten, eben das was man in so einer Mittagspause halt so macht. Oft endteckten wir dabei wunderschöne Orte, wie zum Beispiel einen kleinen Birkenwald, mitten zwischen Feldern oder einen Platz am Ende einer Hängebücke, die über einen Fluss ging, an dessem Ufer Johannisbeeren wuchsen. Nach der Mittagspause zogen wir weiter und spätnachmittags bis frühabends fingen wir immer an einen Schlafplatz zu suchen und wir enteckten so machen nennenswerten Platz: Zum Beispiel waren an einem Abend alle so kaputt und müde und niemand hatte mehr Lust auf Fahrt. Doch wir endteckten oberhalb eines Flusses einen märchenhaften, moosbewachsenen Birken- und Nadelwald, auf dessem Moosboden nicht nur Moos, sondern auch Massen an Blaubeeren wuchsen. Wir gingen früh ins Bett, was diesmal um einiges leichter war, als sonst und schön gepolstert, durch die Sträucher und das Moos und am nächsten Tag ging es uns allen viel besser.

Manchmal hat man aber auch nicht soviel Glück und man findet nichts wirklich gutes, sodass man sich mit dem Besten vom Schlechten abfinden muss. Wie an einem Abend: Es war heiß und staubig und wir waren alle kaputt. Die Suche nach einem Platz ist erfolglos und wir müssen auf einem verlassenen, vertrocknetem Waldweg entlang eines vertrockneten Bachlaufs unsere Zelte aufbauen. Überall läufen Viecher herum, der Boden ist staubig und das schlimmste: Mücken. Die scheinen uns sehr zu mögen und stechen und tyrannisieren munter drauf los. Kaum fängt die Dämmerung an, kommen die Monster und konsumieren unser Blut, wie wir Wasser. Einer von uns hat bei sich über 150 (!) Mückenstiche gezählt.

Natürlich besuchten wir auch Riga. Nachdem wir etwa 20km mit dem Bus abgekürzt hatten, erreichten wir Riga und diese Stadt ist wirklich wunderschön. Wir legten ein Wochenende Pause ein und besichtigten die Stadt und sahen nebenbei auch noch, wie Deutschland sich den vierten Weltmeistertitel holte. Ein Traum.

Eine andere schöne Pause hatten wir auch nach Riga in einem kleinen Örtchen namens Vaidava, nördlich von Cesis, was wahrscheinlich nicht wirklich vielsagend ist. Vaidava hat eine Besonderheit: Den See, der echt wunderbar ist. Es gibt einen kleinen Strand, zum Baden und einen Zeltplatz, der von einer alten Frau bewacht wird. Diese hat uns, als wir mal wieder nach einem Zeltplatz suchten, auf russisch oder lettisch angequatscht. Erst als eine lettische Badegruppe gegen ein Foto mit uns für uns dolmetschte erkannten wir die guten Absichten der Dame: Sie vermietete einen Zeltplatz. Schnell gebucht und für die nächsten zwei Tage Pause gemacht. Echt wunderbar, auch für einen Leiter von uns, der Abends mit Kleidung von einer betrunkenen Frau in den See geworfen wurde.

Ja, auf so einer Fahrt erlebt man sehr viel. Man sieht nicht nur den Flughafen das Hotel und einige Ecken einer Stadt, nein, man sieht Land und Leute und lernt viele Einheimische und ihre Sitten kennen. Auf Fahrt gehen ist sehr lustig und ich freue mich auf jede Fahrt, die ich mit den Pfadfindern machen kann. Ich bin echt froh eine Pfadfinderin zu sein.

Bericht der Runde Flasche 2011

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Neben der Planung, Durchführung und Unterstützung aller Stammesaktivitäten kann die Rover-Runde "Runde Flasche" auf vier eigene Aktionen zurückblicken. Zur traditionellen Singerunde wurde drei mal im Stammesheim in Röttgen eingeladen. Besonders die Singerunden im Februar und Oktober waren für unsere Verhältnisse gut gefüllt, was viel Spaß gemacht hat.

Im Sommer ging es dann im Rahmen der großen Sommerfahrt in den Norden von Kroatien. Die Fahrt wurde in Zusammenarbeit mit den Stämmen Erdenburg (BdP, Bergisch Gladbach) und Gegenwind (BdP, Stildorf) geplant. Vielen Dank nochmal an Pascal Welke, der sich von unserer Seite aus sehr engagiert um die lästigen organisatorischen Dinge gekümmert hat! Jeder Stamm stellte eine für sich eigenständige Fahrtengruppe. Die "Runde Flasche" war vertreten durch: Klara, Janina, Snørre, Pascal und Christoph, die sich eine kleine Kothe teilen mussten. Zunächst ging es gemeinsam mit den anderen Fahrtengruppen mit der Bahn von Köln nach Rijeka. Von dort aus machte sich unsere Fahrtengruppe allein richtung Norden auf. Nach einigen Tagen Wanderung über wilde und karge Karst-Landschaften, vorbei an vielen Ruinen und ehemaligen Bunkern, kommen wir in den bergigeren und unbewohnteren Teil des Landes. Hier sollen dem Hörensagen nach noch einige Wolfsrudel durch die Wälder streifen, was wir uns gut vorstellen können - gesehen haben wir bedauerlicher Weise keinen einzigen. Das Wetter ist großartig, die Hitze geradezu erdrückend. Unsere großzügig angelegten Wasservorräte schwinden schnell und müssen in sehr kurzen Abständen aufgefüllt werden. Nach reichlich "gemachten" Höhenmetern erreichen wir den Nationalpark Risnjak mit seinem Namensgeber, dem Risnjak-Gipfel. Das Gelände ist hier abseits der angelegten Pfade sehr unwegsam, zudem kommt uns ein Wetterumschwung sehr ungelegen. Wir machen uns auf in Richtung des Lokvarsko Jezero. Einem nahe gelegenen Stausee, an dessen unbewohnter Uferseite wir zwei Erholungstage einlegen können. Das Unwetter hat sich zum Glück längst gelegt. Von hier aus geht es weiter zum Treffpunkt in Fuzine, wo wir uns mit den Anderen Fahrtengruppen auf einem Pfadfinder-Zeltplatz treffen und 3 gemeinsame Tage verbringen. Bevor wir gemeinsam zur Rückfahrt aufbrechen.

Leider konnten wir zu Fuß nur einen sehr kleinen Teil Kroatiens erkunden. Jetzt sind wir uns sicher, dass Kroatien landschaftlich viele sehr interessante Facetten zu bieten hat, die wir gerne erkunden möchten. Vielleicht auf der nächsten Sommerfahrt?!

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